Virtuelles Training

Vorteile/Nachteile

Was sind die Vorteile von Online-Training?

Die Vorteile von Online-Training liegen auf der Hand:
Es ermöglicht, unabhängig von Ort und Uhrzeit lehren/lernen zu können. Voraus gesetzt ein Internetzugang da ist, kann von Trainer und Trainee auf das Lernmaterial zugegriffen werden. Da in der Regeln von zuhause trainiert werden kann, entfallen Aufwände für Reisen und Kosten. Darüber hinaus wird auch noch die Umwelt geschont.

Welche Nachteile bringt Online-Training mit sich?

Es zeigt sich immer mehr, dass Lernen auch eine soziale Komponente hat, die man nicht unterschätzen darf. Die "Gruppe" in Ihrer Dynamik kann, wenn vom Trainer richtig gesteuert, ein erhebliches Maß an Lernerfolg generieren Im Online-Training fehlt diese Dynamik jedoch zum Großteil, da der Austausch zwischen den Teilnehmern limitiert ist. Ein Beispiel dafür sind Pausen, in denen im Präsenztraining oft über das Gelernte gefachsimpelt wird.
Ein weitere Nachteil ist, dass das Vermitteln von Können in bestimmten Bereichen im Grunde unmöglich ist. Nehmen wir als Beispiel die Fähigkeit eine Mathematikaufgabe zu lösen, sicherlich virtuell gut zu vermitteln. Doch wie soll man beispielsweise lernen Auto zu fahren, einen Motor zu reparieren oder eine Operation durchzuführen, wenn man das nicht haptisch üben kann?

Zu heutigen Zeitpunkt kann virtuelles Training also nur eine sinnvolle Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen sein. Ein Ersatz ist es aktuell nicht!

Viele Grüße, Rolf Söder

NLP für Trainer

Neurolinguistisches Programmieren im Training

NLP, das neurolinguistische Programmieren, ist ursprünglich ein Kommunikationsmodell, welches in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA entwickelt wurde. Trotz dem Ruf seiner Entwickler, unwissenschaftlich zu sein, hat sich NLP als eine sehr wirksame Methodensammlung etabliert, auch und ganz besonders in der Bildung.

Was hat es also mit den 3 Buchstaben auf sich?

Es liegen dem Modell einige Thesen zu Grunde, die ich hier im Folgenden aufliste:

  • Geist und Körper bilden ein System und beeinflussen einander
  • Jedes Verhalten ist Kommunikation, auch Schweigen
  • Die Bedeutung einer Kommunikation liegt in der Reaktion, die sie hervorruft
  • Menschen leben in ihrer eigenen Vorstellung der Welt, ihrer mentalen „Landkarte“, diese Landkarte ist nicht die Welt oder „Landschaft“
  • Menschen mit Wahlmöglichkeiten im Verhalten sind erfolgreich
  • Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht
  • Jedes Verhalten ist in bestimmten Situationen nützlich
  • Menschen besitzen die nötigen Ressourcen, um eine gewünschte Veränderung herzustellen
  • Wenn das was du tust nicht funktioniert, tue etwas anderes

Und was hat das mit Training zu tun?......Eine ganze Menge! Im Grunde kann jede einzelne These auf Training appliziert werden. Nehmen wir als Beispiel: "Die Bedeutung einer Kommunikation liegt in der Reaktion!" Einleuchtend, dass es wichtig ist, dass der Trainer sich Gedanken macht, wie er seine Teilnehmer dazu bringt zu verstehen und anzunehmen. Es geht also um das "Wie" des Transports von Wissen und Können. Fach- und Technik-Seminare sind jedoch oft sehr auf das "Was" limitiert und werden dann oft als "trocken", sogar vom Trainer selbst beschrieben. Was dabei dann raus kommt, kann man sich denken.

NLP kennenzulernen und zu nutzen in der Arbeit als Trainer ist also durchaus sinnvoll.  Dazu gibt es viele Möglichkeiten, vom mehrtätigen NLP-Seminar bis hin zu zertifizierte NLP-Ausbildungen. Und natürlich gibt es jede Menge Literatur und Wissen im Internet zu finden. Meiner Meinung sollte jeder Trainer sich mit NLP beschäftigen, da es viele nützliche Techniken und Ansätze für den Job bietet.

Viele Grüße, Rolf Söder

 

Training oder Schulung?

Kinder werden beschult....Erwachsene auch...

Nach wie vor wird vielen Unternehmen von Schulung anstatt von Training oder Weiterbildung gesprochen. Der Begriff Schulung erklärt auch, weshalb es in vielen Seminaren so zu geht, wie es zu geht, nämlich öde, langweilig und mit endlosen Monologen und Powerpoint-Schlachten des Seminarleiters garniert.

Schule, so wie wir Sie erlebt haben und teilweise immer noch erleben, presst Menschen in feste Strukturen, die sich andere (LehrerInnen) für sie ausgedacht haben. Der Lehrer ist Autorität und bestimmt über die SchülerInnen in jeder Sicht.  Genau diese Bild haben wir nachdem wir jahrelang beschult worden sind. 

Jetzt sind wir erwachsen. Unbewußt bestimmt aber genau diese "Schulerfahrung" unser Verhalten, sei es als Teilnehmer oder als Lehrer/Trainer. Erwachsenenbildung funktioniert so nur schlecht. Und das beginnt damit, daß man seinen Weiterbildungsbereich immer noch mit dem Wort Schulung "verseucht". Es gibt Schulungen, Schulungsräume, Schulungsprogramm, Schulungsbeauftragte, und vieles mehr. Jetzt sagen Sie vielleicht, ist doch nur ein Wort......ja, aber überlegen Sie einmal, was genau es bei Ihnen auslöst. Im Grunde sollte es so sein, daß Schüler traurig sind, wenn die Schule ausfällt............das Gegenteil ist der Fall.

Also weg mit dem Wort "Schulung" aus der Erwachsenen-Bildung und rein in die Training, Bildung, Entwicklung für Erwachsene.

Viele Grüße, Rolf Söder